Die sieben Trainings

»Was vor uns liegt und was hinter uns liegt,
sind Kleinigkeiten im Vergleich zu dem, was in uns liegt.
Und wenn wir das, was in uns liegt, nach außen in die Welt tragen,
geschehen Wunder.« Henry David Thoreau

Wenn ich auf mein Leben zurückblicke, fällt mir auf, wie wenig ich am Anfang von dem konnte, was später ganz selbstverständlich für mich war. Ich konnte weder laufen, lesen, schreiben, rechnen noch Fahrrad fahren oder reiten. Alles musste ich lernen und trainieren, um diese Fertigkeit in einer bestimmten Qualität zu erlangen. Warum sollte es also mit der Anwendung der Schöpferkraft anders sein?

Seit über 50 Jahren reite ich nun auf dem Rücken von Pferden und immer wieder kommt etwas hinzu, das mir meine Wirkung nach außen noch bewusster werden lässt, um weiterhin etwas ändern, verbessern, verfeinern, abstellen oder hinzunehmen zu können. Glücklicherweise habe ich in all den Jahren auch mit Pferden gelebt, gespielt und gearbeitet. Eine ihrer Kernbotschaften für mich haben sie mir so lange in einer Frage gestellt, bis ich sie endlich gehört und verstanden habe: »Ist dir bewusst, dass du immer wirkst?«

Mit dieser Frage war ein langer, intensiver und unglaublich wichtiger Prozess in meinem Leben verbunden. Es ging darum zu erkennen, was es mit mir zu tun hat, wenn ein Pferd sein Tempo verändert, wenn es langsamer oder schneller wird, von mir weggeht oder zu mir kommt, wenn es eine Aufgabe gut oder weniger gut macht, wenn es mich versteht oder ganz offensichtlich nicht versteht. Ja, erst allmählich erkannte ich meinen Eigenanteil an der Bewegung und Reaktion der Pferde und lernte, ihn anzunehmen. Ich begann, damit zu spielen und mich in Ursache und Wirkung zu verfeinern.

Zunehmend habe ich realisiert, dass ich anders wirke, wenn ich dunkle, traurige, destruktive, ängstliche oder sorgenvolle Gedanken im Kopf habe, als wenn ich gut drauf bin, wenn ich fasziniert und voller Liebe bin für das, was ist. Immer mehr ist mir klar geworden, welche Kraft und Möglichkeit von mir ausgeht, wenn ich ganz im Hier und Jetzt bin, mich vollkommen auf den Augenblick einlasse und weder über Vergangenes grüble noch mir Sorgen um die Zukunft mache.

Erst als mir im Kern bewusst war, was meine Wirkung bei den Pferden auslösen kann, konnte ich sie auch bei den Menschen meiner Umgebung, in meiner Familie, der Firma und bei meinen Kunden erkennen. Denn erst dann, wenn einem wirklich bewusst ist, dass man immer wirkt, beginnt man bewusst zu wirken und wird zum bewussten Schöpfer von Dingen, Augenblicken und Situationen. Und wenn man andere Menschen in diesen Prozess mitnimmt, kann man auch beginnen, als Gruppe zu wirken. So können sich zum Beispiel auch Familien, Vereine, Firmen und Teams ihrer Wirkung und Schöpferkraft bewusst werden und gemeinsam Unglaubliches erreichen. Aber was ist, wenn es einmal nicht so leicht fließt? Was, wenn es einmal gar nicht mehr rundläuft im Leben, wenn Krankheit, Not, Sorge, Verzweiflung nach dir greifen, wenn das Leben scheinbar zur Hölle wird? Wo kannst du eine Lösung finden?

Das, was in uns stattfindet, ist das Denken und so gilt es also, unser Denken zu trainieren. Um die Wirksamkeit des Denkens zu erhöhen, um immer mehr Energie in Richtung unserer eigenen Schöpferkraft freizusetzen, empfehle ich spezielle Trainings, die dir anfänglich vielleicht etwas merkwürdig erscheinen mögen. Dennoch möchte ich dich ermutigen, auch dann den Versuch zu unternehmen, mir zu folgen, wenn dies einmal zutreffen sollte. Dazu fallen mir die Worte Einsteins ein:

Wenn eine Idee am Anfang nicht absurd klingt,
dann gibt es keine Hoffnung für sie.

Die sieben Trainings sind:
1. Training: Einheit
2. Training: Polarität
3. Training: Selbsterkenntnis
4. Training: Vergebung
5. Training: Liebe
6. Training: Vertrauen
7. Training: Dankbarkeit

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